Vereinsziele

In allen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes bestehen hohe Ansprüche und hohe Anforderungen an die rechtssichere Organisation des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes.

Gerade in Einrichtungen mit Lehr- und Forschungs-Charakter kann die Einhaltung der rechtlichen Erfordernisse scheinbar in Widerspruch stehen zur Entwicklung fortschrittlicher Technologien und Verfahren. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, die über die gewerblichen Standardlösungen hinausgehen.

Hauptziel des Vereins ist gemäß der Satzung die Förderung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes in Hochschulen, Universitätskliniken, Kommunen und weiteren Einrichtungen mit Hilfe des eigenen Managementsystems (AGU-Managementsystem).

Ein weiteres wichtiges Ziel ist das Fördern des fachlichen Austauschs und der interdisziplinären Zusammenarbeit der von den Mitgliedern beauftragten Fachleute durch die gemeinsame Weiterentwicklung des Systems und die Vereinsarbeit.

Ziele des AGU-Managementsystems

Die sich ständig weiterentwickelnden rechtlichen Anforderungen für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Organisation und der fachlichen Kompetenz der Akteure (Nutzer).

Eine der Kernforderungen aus den genannten Rechtsbereichen ist, dass alle relevanten Informationen allen Beschäftigten und sonstigen Akteuren kontinuierlich und aktuell zur Verfügung stehen. Relevante Informationen sind z.B. die gesetzlichen Regelungen, technische und organisatorische Informationen. Diese Informationen sind einerseits allgemeiner Natur und können leicht von einer Organisation auf eine andere übertragen werden, als auch sehr speziell und vollkommen von den spezifischen Erfordernissen der Nutzer abhängig.

Das AGU-Managementsystem ist ein Werkzeug, mit folgenden Zielen:

  • Zur Verfügung stellen aktueller externer Informationen,
  • Zur Verfügung stellen spezifischer interner Informationen jedes Mitglieds,
  • Rechtskonfomität für die Nutzer,
  • Erhöhen der Wiedererkennung durch einheitliche Darstellung der Inhalte nach den Regeln des Prozess-Managements,
  • Erhöhen der Akzeptanz bei den Nutzern durch Verwenden angepasster Sprache und grafische Darstellung der Inhalte,
  • Erhöhen der Akzeptanz bei den Nutzern durch Verwendung des Corporate Designs der Mitglieder.

Zielgruppen

Das AGU-Managementsystem ist für folgende Nutzergruppen konzipiert:

Angehörige der Mitgliedsorganisationen: Diese Zielgruppe benötigt Informationen in allgemeinverständlicher Sprache zu den jeweils relevanten Fachthemen sowie detaillierte Hinweise zu der spezifischen Organisation. Außerdem benötigt sie konkrete Hilfestellungen in Form von Musterdokumenten, Musterformularen und Fundstellen für weitere Informationen.

Fachleute der Mitgliedsorganisationen: Diese Zielgruppe benötigt Fachinformationen mit Hintergrundwissen, sowie die Möglichkeit, Fachinformationen einzupflegen und anderen Nutzern ihrer Organisation zur Verfügung zu stellen.

Führungskräfte der Mitgliedsorganisationen: Diese Zielgruppe benötigt Fachinformationen mit Hintergrundwissen sowie die Möglichkeit, ihre Führungsaufgaben (Organisation) rechtssicher wahrzunehmen, allen Akteuren (Nutzern) bekannt zu geben und dies auch zu dokumentieren.

Die Umsetzung

Die Umsetzung Das AGU-Managementsystem ist ein Internet-/Intranet-basiertes Arbeitsschutzmanagement-Portal für die Mitglieder.

Das AGU-Managementsystem besteht aus zwei Teilen: der Aufbau-Organisation und der Ablauf-Organisation:

In der Aufbau-Organisation werden alle relevanten Funktionsgruppen als Matrix-Organigramm dargestellt und zu jeder Funktionsgruppe die wesentlichen Prozesse hinterlegt. Dadurch können die vielen unterschiedlichen Organisationsstrukturen unserer Mitglieder dargestellt werden.

In der Ablauf-Organisation werden Verfahrensbeschreibungen mit ihren Verantwortlichkeiten und Handlungsempfehlungen dargestellt.

Jeder zugrundeliegende Prozess gliedert sich wiederum in zwei Bestandteile:

  • der Zentralteil: er wird durch den Verein ständig gepflegt,
  • der spezifische Teil: dort kann jedes Mitglied die für seine Zwecke relevanten Informationen einpflegen.

Dadurch erreichen wir die Ziele, sowohl relevante Informationen ständig aktuell und zentral allen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, als auch die standort-, fach- und organisationsspezifischen Informationen der Mitglieder einzubinden.

Rechtskonformität

Die Rechtskonformität des AGU-Managementsystems wird auf drei Wegen ermöglicht:

1. Zur Verfügung stellen der aktuellen Rechtsgrundlagen: Das System verlinkt bei allen Rechtsgrundlagen auf öffentlich verfügbare Primärquellen (Juris, DGUV, ggf. div. BG'en) sowie auf Sekundärquellen (UmweltOnline), sofern beim Nutzer eingerichtet. Durch die Verlinkung steht jeweils die aktuelle Rechtsquelle zur Verfügung. Eine Historie wird nicht dargestellt. Es wird nur auf diejenigen Rechtsquellen verlinkt, die Grundlage für Verfahrensbeschreibungen sind. Aus diesem Grund sind nur die minimalen rechtlichen Anforderungen im System verfügbar. Dies gilt insbesondere für ländertypische und kommunale Regelungen.

2. Anpassen des zentralen Teils: Die Inhalte werden von den dazu beauftragten Fachleuten (Prozessbetreuer) der Mitglieder jährlich geprüft und bei Bedarf aktualisiert. Die Änderungen werden in den Beispielsystemen umgesetzt. Änderungsmitteilungen werden in regelmäßigen Abständen an die dazu beauftragten Fachleute der Mitglieder geschickt. Diese entscheiden dann, ob sie die Änderungen des Zentralsystems in ihr System umsetzen.

3. Anpassen des spezifischen Teils: Die Inhalte werden von den dazu beauftragten Fachleuten der Mitglieder intern aktuell gehalten, der Verein leistet hier nur Hilfestellung, in dem z.B. Musterdokumente zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Werkzeuge

Als zusätzliche Werkzeuge zur Erreichung unserer Ziele stehen den Mitgliedern folgende Werkzeuge zur Verfügung:

Funktionsträger-Datenbank: Hier können Sie Funktionen bestimmten Personen zuordnen sowie die für die Funktion erforderlichen Schulungen dokumentieren. Sie bekommen einen Überblick über die in diesem und im kommenden Jahr erforderlichen Nachschulungen. Diese Datenbank kann Teil der internen Schulungsplanung sein.

Die Gefährdungsbeurteilungs-Datenbank ist ein Werkzeug zum Erstellen und Verwalten der speziellen Gefährdungsbeurteilungen.

Bitte beantragen Sie bei der Geschäftsstelle die Freischaltung dieser Werkzeuge für Ihre Organisation. Durch die Nutzung dieser Werkzeuge fallen keine zusätzlichen Kosten an.